Ich könnte den 1. August kaum besser feiern... es ist meine letzte Etappe auf norwegischem Boden. Heute nehme ich es beim Frühstücken gemütlich. Erst um 9 Uhr fahre ich los. Und es regnet nicht mehr! Ich würde sagen, es ist stark bewölkt. Der Wind resp. Gegenwind hat auch stark nachgelassen. Der erste Teil der Etappe führt mich am Meer entlang, wo sehr viele Cottages und Feriencenter zu sehen sind. Auch in NO sind Sommerferien und viele Norweger verbringen so ihre Ferien in einem Cottage mit oder ohne Boot. Hotels habe ich keine gesehen... Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und ich geniesse diese letzte Etappe. Kurz vor Kristiansand geht es nochmals zur Sache. Da ich nur im ECO Modus fahren will, muss ich über den alten Postvegen zum Teil das Velo schieben. Loser Untergrund und steil, aber wunderschön. Der Postvegen ist ein Abschnitt einer historischen Panoramastrasse, die um 1790 gebaut wurde. Sie verbindete Oslo mit Stavanger via Kristiansand.
Am späten Nachmittag sitze ich draußen in einem Restaurant am Hauptplatz von Kristiansand. Ein Popkonzert findet gerade statt. Der Platz ist ragelvoll und es ist unglaublich laut. Ich esse eine Fiskesuppe (NOK 198) und trinke was... ? Natürlich ein Bier (NOK 85)! Ich beobachte die Leute und höre nochmals intensiv die Norwegische Sprache, die ich überhaupt nicht, auch nur ansatzweise, verstehe. Unterdessen scheint die Sonne am blauen Himmel. Ein schöner Abschied in Norwegen. Ich begebe mich noch zum Yachthafen, zum Konzert- und Opernhaus und zum Fiskebrygga, ein idyllischer Bereich mit Fischmarkt, Restaurants, regem Treiben mit vielen Booten und Menschen.
Am 10. Juni ging die Reise los, am 21.6. begann die Velotour auf der Atlantikküstenroute No. 1 und am 1. August bin ich praktisch im südlichsten Teil von Norwegen. Mittlerweile habe ich 2546 km hinter mir. Morgen geht es mit einem Katamaran nach Dänemark, wo ich die Westküste in Angriff nehme. Fortsetzung folgt...!